Baden-Württemberg –
ein eigenständiges Land

Baden-Württemberg ist aufgrund der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ein eigenständiges Land. Doch die Politik des Landes wird durch eine doppelte Einbindung stark geprägt: zum einen die Einbindung als Gliedstaat in die föderale Ordnung der Bundesrepublik, zum anderen durch die Einbindung in die Europäische Union. Diese Verbindungen setzen der „autonomen“ Politikgestaltung Baden-Württembergs einerseits Grenzen; andererseits eröffnen sie aber auch Handlungsmöglichkeiten.

Villa Reizenstein Foto: LMZ-BW, Fotograf: Sven Grenzemann
Villa Reizenstein Foto: LMZ-BW, Fotograf: Sven Grenzemann

Baden-Württemberg entsendet aufgrund seiner 38 Wahlkreise insgesamt 76 Abgeordnete (ohne Überhangmandate) in den Deutschen Bundestag.
Jeder der 38 Wahlkreise entsendet mit den Erststimmen einen Abgeordneten. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen bekommen hat (relative Mehrheit). Der oder die Abgeordnete vertritt den Wahlkreis im Bundestag (Direktmandat).

38 weitere Sitze werden aufgrund des Verhältnisses der für die einzelnen Parteien abgegebenen Zweitstimmen vergeben. Das Verhältnis der Zweitstimmen entscheidet darüber, wie stark die einzelnen Parteien im Bundestag vertreten sind (Verhältniswahlsystem (siehe auch: Das Wahlsystem)

Derzeit sitzen im 18. Deutschen Bundestag 78 Abgeordnete aus Baden-Württemberg. 38 wurden durch die Erststimme direkt gewählte und 40 wurden über Landesliste durch die Zweitstimme gewählt. Unter den baden-württembergischen Abgeordneten sind 24 Frauen. Das entspricht einem Anteil von gut 31 Prozent.

Deutscher Bundestag: Die Abgeordneten aus Baden-Württemberg (Bitte Bundesland auswählen)

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Parteien in Baden-Württemberg

Zur Bundestagswahl 2013 wurden insgesamt 20 Parteien vom Landeswahlausschuss zugelassen. Landeswahlleiterin Christiane Friedrich teilte am 29. Juli 2013 mit, dass der Landeswahlausschuss von 21 eingereichten Landeslisten für Baden-Württemberg 20 Landeslisten (2009: 17) zugelassen hat.

In Baden-Württemberg bewarben sich 540 Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl am 22. September 2013. Davon kandidierten 149 nur in einem Wahlkreis, 189 nur auf einer Landesliste und 202 sowohl in einem Wahlkreis als auch auf einer Landesliste. Der Anteil weiblicherer Kandidaten war auf 29 Prozent (2009: 34 Prozent) zurückgegangen.

CDU, SPD, FDP, GRÜNE und DIE LINKE waren in allen 38 Wahlkreisen mit Kandidatinnen und Kandidaten vertreten. Die übrigen Parteien, deren Landeslisten zugelassen wurden, traten nur in einzelnen Wahlkreisen an. In 5 Wahlkreisen gab es sonstige Parteibewerber, elf Einzelbewerberinnen und -bewerber stellen sich in acht Wahlkreisen zur Wahl.
 

In Baden-Württemberg zugelassene Parteien
zur Bundestagswahl 2013
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
CDU BW

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
SPD BW
Freie Demokratische Partei (FDP)
FDP BW
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
Grünen BW
DIE LINKE (DIE LINKE)
Linke BW
 
Alternative für Deutschland (AfD)
AfD BW
AfD
Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)
BüSo BW
Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG)
BIG BW
Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland)
Freie Wähler (Freie Wähler)
Freie Wähler BW
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
MLPD BW
National-demokratische Partei Deutschlands (NPD)
Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp)
ödp BW
Partei Bibeltreuer Christen (PBC)
PBC BW
Partei der Vernunft (Partei der Vernunft )
Partei der Vernunft BW
Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
Piraten BW
Rentner Partei Deutschland (Rentner)
Partei hat sich aufgelöst
DIE REPUBLIKANER (REP)
REP BW
Mensch Umwelt Tierschutz (Die Tierschutzpartei)
Tierschutzpartei BW
Ab jetzt... Demokratie durch Volksabstimmung (Volksabstimmung)
Volksabstimmung BW

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg
Landeswahlausschuss lässt 20 Landeslisten für Baden-Württemberg zu

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Die Wahl in Zahlen

In der Pressemitteilung vom 7. August 2013 teilt die Landeswahlleiterin Christiane Friedrich mit, das für die Bundestagswahl am 22.September 2013 sich insgesamt 540 Kandidatinnen und Kandidaten aus Baden-Württemberg beworben haben. Davon kandidierten 149 nur in einem Wahlkreis, 189 nur auf einer Landesliste und 202 sowohl in einem Wahlkreis als auch auf einer Landesliste. Auf den 20 zugelassenen Landeslisten bewarben sich insgesamt 391 Personen. Davon 278 Männer und 113 Frauen (28,90 Prozent). Von den 351 Bewerberinnen und Bewerbern in den Wahlkreisen sind 288 männlich und 63 weiblich.

Die Zahl der Landeslistenbewerber und -bewerberinnen beträgt bei der

  • CDU: 55; darunter 24 Frauen = 43,64 %
  • SPD: 40; darunter 14 Frauen = 35 %
  • FDP: 37; darunter 8 Frauen = 21,62 %
  • GRÜNE: 38; darunter 19 Frauen = 50 %
  • DIE LINKE: 16; darunter 8 Frauen = 50 %
  • Sonstige: 205; darunter 40 Frauen = 19,51 %

CDU, SPD, FDP, GRÜNE und DIE LINKE sind in allen 38 Wahlkreisen mit Kandidaten vertreten. Die übrigen Parteien, deren Landeslisten zugelassen wurden, treten nur in einzelnen Wahlkreisen an. In 5 Wahlkreisen gibt es sonstige Parteibewerber, 11 Einzelbewerberinnen und -bewerber stellen sich in 8 Wahlkreisen zur Wahl. Die älteste Bewerberin war 88 Jahre alt und kandidierte für die Partei "Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung - Politik für die Menschen (Volksabstimmung)". Der jüngste Bewerber war 19 Jahre alt und kandidiert für die Freie Demokratische Partei (FDP).

Die Wahl in Zahlen (Pressemitteilung vom 7.8.2013, PDF, 14.7 KB)

Weitere Meldungen der Landeswahlleiterin des Landes Baden-Württemberg

Hinweise für die Einreichung von Wahlvorschlägen zur Wahl des 18. Deutschen Bundestags in Baden-Württemberg am 22. September 2013 

 Liste der Kreiswahlleiterinnen und Kreiswahlleiter für die Wahl des 18. Deutschen Bundestags in Baden-Württemberg 

Innnenministerium Baden-Württemberg:
Bundestagswahl 2013

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Das Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland

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