Parteiübersicht

Welche Parteien treten zur Bundestagswahl an?

Das steht noch nicht endgültig fest. Etablierte Parteien, die bereits im Bundestag oder in einem Landtag sitzen (mit mindestens fünf Abgeordneten), können automatisch zur Bundestagswahl antreten. Neue oder kleinere Parteien müssen dem Bundeswahlleiter bis zum 19. Juni 2017 bekanntgeben, ob sie zur Bundestagswahl antreten wollen. (Quelle: Bundeswahlleiter, Termine und Fristen)

Klar ist, dass die bislang im Bundestag vertretenen Parteien (CDU/CSU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen) auch am 24. September wieder zur Wahl antreten werden. Auch die FDP, die bei der Bundestagswahl 2013 an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, und die 2013 gegründete Partei AfD wollen im Herbst 2017 in den Bundestag einziehen.

Parteien im Bundestag

Vier Parteien sind im aktuellen, dem 18. deutschen Bundestag vertreten. Die meisten Sitze hat die CDU/CSU, gefolgt von SPD, Linken und Grünen.

CDU/CSU (Unionspartei)

Logo der Union CDU/CSU

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands, kurz CDU, und die Christlich-Soziale Union, kurz CSU, sind Schwesterparteien. Die beiden Parteien werden auch als Unionsparteien bezeichnet. Sie sind hier gemeinsam aufgezählt, denn sie bilden im Bundestag eine Fraktion. Aktuell hat die CDU/CSU-Fraktion die meisten Sitze.

Die CSU ist nur in Bayern mit einer Landesliste vertreten. Sie kann daher nur in diesem Bundesland gewählt werden. In allen restlichen Bundesländern stellt sich die CDU zur Wahl.

 

Spitzenkandidatin:
CDU/CSU: Angela Merkel

Wahlprogramme:
Die Wahlprogramme beider Parteien sind noch nicht veröffentlicht (Stand 3. März 2017).

Parteiprofile:
bpb: Partei-Profil der CDU
bpb: Partei-Profil der CSU

Webseiten:
Christlich Demokratische Union Deutschland (CDU)
Christlich-Soziale Union (CSU)

SPD

Logo SPD

Die Abkürzung SPD steht für Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Sie ist aktuell mit 193 Sitzen im Bundestag vertreten und somit die zweitgrößte Fraktion.

 

Spitzenkandidat:
Martin Schulz

Wahlprogramm:
Das Wahlprogramm der Partei ist noch nicht veröffentlicht (Stand 3. März 2017).

Parteiprofil:
bpb: Partei-Profil der SPD

Webseite:
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Die Linke

Die Linke bildet mit 64 Sitzen die drittgrößte Fraktion im Bundestag. Sie tritt mit zwei Spitzenkandidaten an.

 

Spitzenkandidaten:
Die Linke: Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch

Wahlprogramm:
Das Wahlprogramm der Partei ist noch nicht veröffentlicht. Die Linke hat jeodch einen vorläufigen Entwurf ihres Wahlprogramms veröffentlicht. Die Themen dieses Entwurfs sind hier aufgelistet (Stand: 14. März 2017)

Parteiprofil:
bpb: Partei-Profil der Linken

Webseite:
Die Linke

Die Grünen

Der Begriff "die Grünen" dient als Kurzform für den Parteinamen Bündnis 90/Die Grünen. Mit 63 Sitzen bilden sie die viertstärkste Fraktion im Bundestag.

 

Spitzenkandidaten:
Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir

Wahlprogramm:
Das finale Wahlprogramm der Partei ist noch nicht bekannt. Die Grünen haben jeodch einen vorläufigen Entwurf ihres Wahlprogramms veröffentlicht. Die Themen des Entwurfs sind hier aufgelistet (Stand: 14. März 2017).

Parteiprofil:
bpb: Partei-Profil der Grünen

Webseite:
Bündnis 90/Die Grünen

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Parteien mit Einzugschancen

Momentan sind die bereits vorgestellten vier Fraktionen - CDU/CSU, SPD, die Linke und die Grünen -  im Bundestag vertreten. Die Übersicht aktueller Wahlprognosen zeigt, dass zwei weitere Parteien realistische Chancen haben, in den 2017 neu gewählten Bundestag einzuziehen. Diese Parteien sind die AfD und die FDP.

FDP

FDP steht für die Freie Demokratische Partei, auch Freie Demokraten genannt. Die Bundestagswahl 2013 war die erste Wahl, bei der die FDP mit 4,8 Prozent der Wählerstimmen nicht in den Bundestag einzog.

 

Spitzenkandidat:
Christian Lindner (voraussichtlich)

Wahlprogramm:
Das Wahlprogramm der Partei ist noch nicht veröffentlicht (Stand: März 2017).

Parteiprofil:
bpb: Parteiprofil der FDP

Webseite:
 Freie Demokraten

AfD

Die Alternative für Deutschland, kurz AfD genannt, stellte sich bereits 2013 zur Wahl. Sie erreichte nicht die notwenigen fünf Prozent der Wählerstimmen, um in den Bundestag einzuziehen. Die AfD ist jedoch in zehn Landtagen vertreten.

 

Spitzenkandidaten:
Die Spitzenkandidaten der AfD stehen noch nicht fest, mehr Informationen gibt es hier (Stand: März 2017).

Wahlprogramm:
 Das finale Wahlprogramm der Partei ist noch nicht bekannt. Die AfD hat jeodch einen vorläufigen Entwurf ihres Wahlprogramms veröffentlicht. Die Themen des Entwurfs sind hier aufgelistet (Stand: 14. März 2017).

Parteiprofil:
 bpb: Parteiprofil der AfD

Webseite:
 Alternative für Deutschland

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Weitere Parteien

Neben den bereits vorgestellten Parteien werden 2017 auch andere Parteien zur Wahl antreten. Kleinere Parteien müssen dem Bundeswahlleiter mitteilen, dass sie zur Wahl stehen möchten. Der Bundeswahlleiter und der Bundeswahlausschuss prüfen die Anträge. Noch gibt es keine entgültige Liste, welche Parteien zur Wahl zugelassen werden (Stand: März 2013).

Bis zum 19.06.2017 können Parteien ihre Anzeige der Beteiligung an der Wahl beim Bundeswahlleiter einreichen. Spätestens am 07.07.2017 verkündet dieser daraufhin, welche Parteien zugelassen werden. Diese Seite bietet dann eine Übersicht über alle Parteien, die 2017 zur Wahl antreten.

Weitere Parteien der Bundestagswahl 2013

Zur Bundestagswahl 2013 waren insgesamt 34 Parteien zugelassen. 30 davon traten mit einer Landesliste zur Wahl an. Einige dieser Parteien werden voraussichtlich auch 2017 auf den Wahlzetteln stehen. Die folgende Übersicht orientiert sich an der Reihenfolge des Bundeswahlleiters.

 

Weitere Parteien der Bundestagswahl 2013
NameParteiprofil
Piraten - Piratenpartei Deutschland bpb: Piraten
NPD - Nationaldemokratische Partei Deutschlandsbpb: NPD
Tierschutzpartei - Partei Mensch Umwelt Tierschutzbpb: Tierschutzpartei
REP - Die Republikaner-
ÖDP - Ökologisch-Demokratische Parteibpb: ÖDP
Familie - Familien-Partei Deutschlandsbpb: Familie
Rentner - Rentner Partei Deutschland-
BP - Bayernpartei-
PBC - Partei Bibeltreuer Christen-
BüSo - Bürgerrechtsbewegung Solidarität-
Die Violetten - Die Violetten; für spirituelle Politik-
MLPD - Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands-
Volksabstimmung - Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung; Politik für die Menschen-
PSG - Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale-
Bündnis 21/RRP Bündnis 21/RRP-
BIG - Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit-
pro Deutschland - Bürgerbewegung pro Deutschland-
Die Rechte -
Die Frauen - Feministische Partei Die Frauen-
Freie Wähler bpb: Freie Wähler
Partei der Nichtwähler-
Partei der Vernunft-
Die Partei - Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativebpb: Die Partei

Vier dieser Parteien waren 2013 mit Landeslisten in allen Bundesländern vertreten und somit deutschlandweit wählbar: Piraten, NPD, MLPD und Freie Wähler.

Sie zogen nicht in den Bundestag ein. Der Grund dafür ist die Sperrklausel, die sogenannte 5-Prozent-Hürde. Eine Partei muss mehr als fünf Prozent aller Wählerstimmen bekommen, um in den Bundestag einzuziehen. Alle Parteien unter fünf Prozent werden in Wahlprognosen unter "Sonstige" zusammengefasst.

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