Prognose zur Bundestagswahl Forsa, Stand: 21.06.2017 CDU 39,0 % SPD 23,0 % Linke 10,0 % Grüne 8,0 % FDP 8,0 % AFD 7,0 % Sonstige 5,0 %

Die Reihenfolge der Parteien in der Grafik entspricht dem Wahlergebnis der einzelnen Parteien bei der Bundestagswahl am 22. September 2013.

Erläuterungen zu den Umfragen vom 21. Juni 2017

Würde am kommenden Sonntag der neue Bundestag gewählt, käme die Union aus CDU und CSU auf 39 Prozent und die SPD auf 23 Prozent. Die drittstärkste Partei im Bundestag wäre nach der neuen Forsa-Umfrage die Linke mit 10 Prozent. FDP und die Grünen liegen bei jeweils 8 Prozent der Stimmen. Die AfD kommt auf 7 Prozent der Stimmen und wäre damit erstmals im Bundestag vertreten. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent.

Rechnerisch wären nach diesen Umfrageergebnis wieder eine Große Koalition (Union und SPD) sowie eine Jamaika-Koalition (Schwarz-Gelb-Grün, also CDU/CSU, FDP und Grüne) mit mehr als 50 Prozent möglich. Koalitionen wie Rot-Rot-Grün (SPD, Linke, Grüne) als auch Rot-Gelb-Grün (auch "Ampel-Koalition" genannt) würden keine parlamentarische Mehrheit erreichen. Mit der AfD möchte keine andere Partei koalieren.

Für die repräsentative Umfrage des Forsa Instituts im Auftrag von stern und RTL wurden die Daten von 2.505 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten erhoben. Die Interviews wurden in der Zeit vom 12. bis 16. Juni 2017 geführt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.
(Stand: 21. Juni 2017, Quelle: wahlrecht.de)

Wie aussagekräftig sind Wahlprognosen?

Wahlprognosen beruhen auf Umfragen, die unterschiedliche Institute unter Wahlberechtigten durchführen. Wie genau die Prognosen sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

  • Repräsentativität: Umfrageinstitute befragen in der Regel einige tausend Wahlberechtigte und versuchen daraus zu errechnen, wie die Gesamtzahl der Wahlberechtigten abstimmt. Dafür muss die Zusammensetzung der Befragten jedoch der Zusammensetzung der gesamten Wählerschaft entsprechen. Das bedeutet, dass Faktoren wie die Altersstruktur, die Geschlechterzusammensetzung, die politischen Präferenzen etc. in der Gruppe der Befragten mit der gesamten Wählerschaft übereinstimmen müssen. Weil Umfrageinstitute in der Regel kommerziell arbeiten, gehört es zu ihren Geschäftsgeheimnissen, wie sie versuchen, die Repräsentativität der Befragten zu ermitteln.
  • Parteibindungen: Jahrzehntelang spielten in der Bundesrepublik gewachsene Bindungen zwischen Wähler/-innen und Parteien eine große Rolle. Diese erleichterten auch die Vorhersage des Wahlverhaltens bestimmter Gruppen. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Parteibindungen jedoch abgenommen, es gibt mehr Wechselwähler/-innen als vorher – das erschwert Prognosen.
  • Ehrlichkeit: Prognosen werden auch dadurch erschwert, dass bei Umfragen nicht alle Befragten ihre wahren Parteipräferenzen angeben. Wenn Befragte beispielsweise den Eindruck haben, dass ihre Wahlpräferenzen sozial nicht erwünscht sind, geben sie möglicherweise keine ehrliche Antwort auf die Frage, wen sie wirklich wählen möchten. "Menschen, die glauben, dass sie die öffentliche Meinung gegen sich haben, geben nicht zu, wie sie wählen. Das merkten wir gerade bei der AfD", sagte beispielsweise der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter (Quelle: Huffington Post)

Infratest dimap erklärt auf der Webseite zur Sonntagsfrage, dass Rückschlüsse auf den Wahlausgang nur bedingt möglich sind: "Nicht nur legen sich immer mehr Wähler kurzfristiger vor einer Wahl fest, auch hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen (Quelle)."

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