Prognose zur Bundestagswahl Forsa, Stand: 26.04.2017 CDU 36,0 % SPD 30,0 % Linke 8,0 % Grüne 7,0 % FDP 6,0 % AFD 9,0 % Sonstige 4,0 %

Die Reihenfolge der Parteien in der Grafik entspricht dem Wahlergebnis der einzelnen Parteien bei der Bundestagswahl am 22. September 2013.

Erläuterungen zur Umfrage vom 26. April 2017

Wenn am kommenden Sonntag der neue Bundestag gewählt würde, würden die Union aus CDU und CSU  bei 36 Prozent und die SPD bei 30 Prozent liegen. Drittstärkste Partei würde laut der Umfrage des Forsa-Instituts die AfD mit 9 Prozent, die Partei würde somit erstmals in den Bundestag einziehen. Die Grünen können sich um 1 Punkt auf 7 Prozent verbessern, die Linke dagegen fallt auf 8 Prozent der Stimmen Zurück. Die FDP wäre mit 6 Prozent wieder im Bundestag vertreten.

Rechnerisch wäre nur die Große Koalition (Union und SPD) möglich. Koalitionen wie Rot-Rot-Grün, Schwarz-Gelb-Grün (Jamaika) oder Rot-Gelb-Grün (Ampel) würden keine parlamentarische Mehrheit erreichen. Mit der Afd möchte keine andere Partei koalieren.

Für die repräsentative Umfrage wurden die Daten laut Forsa- Institut von 2002 potenziellen Wähler/-innen ermittelt. Befragt wurde in der Zeit vom 18. bis 21. April 2017. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. 

(Stand: 26. April 2017; Quelle: wahlrecht.de)

Wie aussagekräftig sind Wahlprognosen?

Wahlprognosen beruhen auf Umfragen, die unterschiedliche Institute unter Wahlberechtigten durchführen. Wie genau die Prognosen sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

  • Repräsentativität: Umfrageinstitute befragen in der Regel einige tausend Wahlberechtigte und versuchen daraus zu errechnen, wie die Gesamtzahl der Wahlberechtigten abstimmt. Dafür muss die Zusammensetzung der Befragten jedoch der Zusammensetzung der gesamten Wählerschaft entsprechen. Das bedeutet, dass Faktoren wie die Altersstruktur, die Geschlechterzusammensetzung, die politischen Präferenzen etc. in der Gruppe der Befragten mit der gesamten Wählerschaft übereinstimmen müssen. Weil Umfrageinstitute in der Regel kommerziell arbeiten, gehört es zu ihren Geschäftsgeheimnissen, wie sie versuchen, die Repräsentativität der Befragten zu ermitteln.
  • Parteibindungen: Jahrzehntelang spielten in der Bundesrepublik gewachsene Bindungen zwischen Wähler/-innen und Parteien eine große Rolle. Diese erleichterten auch die Vorhersage des Wahlverhaltens bestimmter Gruppen. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Parteibindungen jedoch abgenommen, es gibt mehr Wechselwähler/-innen als vorher – das erschwert Prognosen.
  • Ehrlichkeit: Prognosen werden auch dadurch erschwert, dass bei Umfragen nicht alle Befragten ihre wahren Parteipräferenzen angeben. Wenn Befragte beispielsweise den Eindruck haben, dass ihre Wahlpräferenzen sozial nicht erwünscht sind, geben sie möglicherweise keine ehrliche Antwort auf die Frage, wen sie wirklich wählen möchten. "Menschen, die glauben, dass sie die öffentliche Meinung gegen sich haben, geben nicht zu, wie sie wählen. Das merkten wir gerade bei der AfD", sagte beispielsweise der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter (Quelle: Huffington Post).

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