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In Baden-Württemberg waren drei der fünf im Bundestag vertretenen Parteien ihren Spitzenkandidaten treu geblieben. Die CDU nominierte wieder Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Er holte erwartungsgemäß auch wieder das Direktmandat in seinem Wahlkreis Offenburg mit 47,2 Prozent der Erststimmen. Ein deutlicher Sieg, allerdings musste er 3,3 Prozent Verluste hinnehmen.

Die SPD stellte Ute Vogt an die Spitze ihrer Landesliste. Doch war sie in ihrem Wahlkreis Stuttgart I nicht erfolgreich. Nur 18 Prozent gaben der SPD-Landeschefin ihre Erststimme. Bei der Wahl 2005 bekam die SPD noch 20,6 Prozent mehr Erststimmen in diesem Wahlkreis.

Kerstin Andreae war zum ersten Mal die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen. In ihrem Wahlkreis Freiburg bekam sie 21,8 Prozent der Erststimmen, ein Zugewinn von 10,8 Prozent.

Die Spitzenkandidatin der FDP war wie bei der letzten Wahl Birgit Homburger. Die Landesvorsitzende der baden-württembergischen Liberalen und Stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion bekam dieses Mal in ihrem Wahlkreis Konstanz 14,8 Prozent der Erststimmen, 4,3 Prozent mehr als bei der Wahl 2005.

Die Linkspartei kürte wieder Ulrich Maurer zu ihrem Spitzenkandidaten. Dieser erkämpfte in seinem Wahlkreis Stuttgart II 8,6 Prozent der Erststimmen und konnte somit sein Ergebnis von 2005 (4,7 Prozent) mit einem Plus von 3,9 Prozent fast verdoppeln.

Links zum Wahlergebnis

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg:

Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009 für Baden-Württemberg

Wahl zum 17. Deutschen Bundestag am 27. September 2009
Vorläufiges Ergebnis für Baden-Württemberg
(pdf)

Bundeswahlleiter: Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009

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CDU
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Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble, der Bundesminister des Innern, war bei der Bundestagswahl 2009 wieder der Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU. Der 1942 geborene Gengenbacher, der nach einem Attentat im Rollstuhl sitzt, verfügt über große politische Erfahrung. Schon seit 1972 ist er Mitglied des deutschen Bundestages und war in dieser Zeit schon Parlamentarischer Geschäftsführer, Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Kanzleramtes und Bundesinnenminister. Von 1991 bis 2000 war er außerdem Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zudem zwei Jahre lang bis Februar 2000 Bundesvorsitzender der CDU. Seither ist er Mitglied im Präsidium der CDU Deutschlands. 2005 wurde er in der Großen Koalition erneut zum Bundesminister des Innern ernannt.

Bei der Bundestagswahl 2009 gewann Dr. Wolfgang Schäuble mit 47,2 Prozent (- 3,3 Prozent) der Erststimmen wieder das Direktmandat in seinem Wahlkreis Offenburg.

Annette Schavan

Dr. Annette Schavan, die Bundesministerin für Bildung und Forschung in der laufenden Legislaturperiode und frühere Kultusministerin von Baden-Württemberg, kandidierte wieder im Wahlkreis Ulm/Alb-Donau. Sie ist seit 2005 Mitglied des deutschen Bundestages. Geboren 1955 in Jüchen war sie seit Mitte der 70er in der Kommunalpolitik tätig und wurde 1987 Bundesgeschäftsführerin der Frauen-Union der CDU. 1995 wurde sie zur Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg ernannt und blieb es zehn Jahre lang. Von 2001 bis 2005 war sie außerdem Mitglied des Landtages von Baden Württemberg.
Seit 1998 ist sie stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschlands.

Bei der Bundestagswahl erhielt Frau Schavan 42,8 Prozent der Erststimmen. Das ist ein Minus von 5,9 Prozent im Vergleich zu ihrem Ergebnis von 2005. Dennoch hat sie damit das Direktmandat ihres Wahlkreises Ulm wieder erlangt.

Volker Kauder

Volker Kauder ist seit der Bildung der großen Koalition Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag. 1949 in Sinsheim bei Heidelberg geboren, wurde er mit 16 Mitglied der CDU. 1979 trat er in die Innenverwaltung des Landes Baden-Württemberg ein und wurde im Jahr darauf stellvertretender Landrat des Kreises Tuttlingen, was er zehn Jahre blieb. Seit 1990 ist er Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen. 1991 wurde er zum Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg gewählt und bekleidete dieses Amt bis 2005.
Von 1998 bis 2002 war er außerdem Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag. Danach nahm er das Amt des 1. Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU/CSU-Fraktion ein, von Januar bis November 2005 war er Generalsekretär der CDU Deutschlands bis er in seine heutige Position als Fraktionsvorsitzender gewählt wurde.

Bei der Bundestagswahl schaffte Volker Kauder es problemlos mit 48,1 Prozent der Erststimmen das Direktmandat seines Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen zu holen. Dennoch musste auch er Verluste von 4,1 Prozent hinnehmen.

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Annette Widmann-Mauz

Annette Widemann-Mauz ist die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion und die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie ist seit 1998 Mitglied des Bundestages und gehört seit 2000 zum Fraktionsvorstand der CDU/CSU. Die 1966 in Tübingen Geborene war in ihrer Zeit im Bundestag schon Vorsitzende der Gruppe der Frauen und Verbraucherschutzbeauftragte ihrer Fraktion.
1985 bis 2005 war sie Mitglied im Kreisvorstand der CDU Zollernalb und von 1993 bis 2005 auch deren stellvertretende Vorsitzende. Seit 1991 ist sie Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg und ist 2003 zu deren stellvertretende Vorsitzenden aufgestiegen. Außerdem ist sie die Landesvorsitzende der Frauenunion Baden-Württemberg und Mitglied im Kreistag Zollernalb.

Annette Widmann-Mauz bekam in ihrem Wahlkreis Tübingen 38,9 Prozent der Erststimmen, 4 Prozent weniger als vier Jahre zuvor. Das Direktmandat hat sie damit wieder errungen.

Die Grafik

Thomas Strobl

An fünfter Stelle der CDU-Landesliste stand Thomas Strobl. Der Rechtsanwalt ist seit 1998 Mitglied des Bundestages und seit November 2005 Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. Er wurde 1960 in Heilbronn am Neckar geboren und lebt und kandidiert auch heute noch für diesen Wahlkreis.
Von 1995 bis 2005 war er Kreisvorsitzender der CDU im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Er ist stellvertretender Vorsitzender der CDU Nordwürttemberg und seit April 2005 Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg. Seit 2005 ist er der Vorsitzende des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Bundestages.

Thomas Strobl hat bei der Bundestagswahl 2009 wieder das Direktmandat in seinem Wahlkreis Heilbronn erreicht. Allerdings bekam er mit 44,2 Prozent deutlich weniger Erststimmen (- 6,1 Prozent) als 2005.

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SPD
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Ute Vogt

Nachdem sie schon von 1994 bis 2005 Abgeordnete des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Pforzheim/Enzkreis war, kandidiert Ute Vogt bei dieser Wahl wieder für den Bundestag und wurde von der baden-württembergischen SPD zu ihrer Spitzenkandidatin gewählt. Die 1964 in Heidelberg geborene Rechtsanwältin ist vor allem in der Landespolitik sehr aktiv. Seit 1993 ist sie Mitglied des baden- württembergischen SPD- Landesvorstandes, deren stellvertrende Landesvorsitzende sie vier Jahre lang war, bis sie 1999 zur Landesvorsitzenden gewählt wurde. 2001 und 2006 war sie jeweils die Spitzenkandidatin der SPD bei den Landtagswahlen und sitzt seit 2006 auch als Abgeordnete im Landtag von Baden- Württemberg. Auf Bundesebene war sie schon als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern tätig.
Von 2003 bis 2007 war sie die stellvertretende Vorsitzende der SPD Deutschland und gehört seit Oktober 2007 dem SPD- Präsidium an.

Bei der Bundestagswahl 2009 bekam Ute Vogt nur enttäuschende 18 Prozent der Erststimmen in ihrem Wahlkreis Stuttgart I. Bei der Wahl 2005 bekam die SPD noch 20,6 Prozent mehr Erststimmen in diesem Wahlkreis.

Gernot Erler

Dr. Gernot Erler sitzt seit 1987 für den Wahlkreis Freiburg im Deutschen Bundestag. Seit 1998 haben die Freiburger ihn jeweils direkt ins Parlament gewählt. Dort war er schon Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle und stellvertretender Fraktionsvorsitzender für Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Menschenrechte und Entwicklungspolitik. Heute ist er Staatsminister beim Bundesministerium des Auswärtigen.
Seit 1994 ist er Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes.
Geboren 1944 in Meißen, lebt er seit seinem Studium in Freiburg. In den 70er und 80er Jahren war er vor allem auf Kreisebene tätig. Von 1983 bis 1997 war er Mitglied im Landesvorstand und von 1985 bis 1997 im Präsidium der SPD Baden-Württemberg.

Gernot Erler schaffte es als einziger SPD-Kandidat in Baden-Württemberg bei der Bundestagswahl 2009 ein Direktmandat zu erringen. Mit 33 Prozent bekam er die meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis Freiburg. Dennoch muss er einen Verlust von 12,1 Prozent verkraften.

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Nicolette Kressl

Nicolette Kressl ist die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen. Währenddessen ist sie noch Mitglied in der deutsch-amerikanischen, deutsch-britischen, deutsch-französischen und deutsch-israelischen Parlamentariergruppe.
Seit 1994 sitzt sie für die SPD im Bundestag. In diesen 15 Jahren war sie schon Mitglied im Finanzausschuss, im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat sowie im Gemeinsamen Ausschuss. Außerdem war sie stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion mit der Zuständigkeit für die Bereiche Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie Bildung und Forschung und bis 2002 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag.
Die 1958 in Heilbronn geborene Gewerbeschullehrerin ist seit 1984 Mitglied der SPD und war neben ihrer Tätigkeit im Bundestag auch 1988-1999 sowie 2001-2005 Mitglied im Landesvorstand und 1995-1999 sowie 2001-2005 im Präsidium der SPD Baden-Württemberg.

Bei der Bundestagswahl 2009 bekam Nicolette Kressl 23,3 Prozent der Erststimmen, ein Minus von 11,3 Prozent. Sie ist damit die klare Nummer zwei in ihrem Wahlkreis Rastatt.


Christian Lange

Christian Lange ist der Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg und der Deutsch-Portugiesischen Parlamentariergruppe. Außerdem ist er Mitglied im Ältestenrat. Seit 1998 ist er Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Backnang /Schwäbisch-Gmünd. Geboren 1964 in Saarlouis wurde er 1982 Mitglied der SPD. 1989 bis 1999 war er Mitglied des Kreistages Rems-Murr und 1996 bis 1999 Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Seit 1991 Mitglied im SPD-Präsidium und Landesvorstand Baden-Württemberg.

Christian Lange schaffte es in seinem Wahlkreis Backnang – Schwäbisch Gmünd auf 24,9 Prozent der Erstimmen. Das bedeutet für die SPD einen Verlust von 9,8 Prozent.

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Hilde Mattheis

Hilde Mattheis sitzt seit 2002 für die SPD im Bundestag. Sie ist die stellvertretende. Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit und die Berichterstatterin für den Bereich Pflege der SPD-Bundestagsfraktion. Die Lehrerin wurde 1954 in Finnentrop geboren und kandidiert im Wahlkreis Ulm/Alb Donau. Seit den 80er Jahren engagiert sie sich politisch in Ulm und war 2000 bis 2005 Kreisvorsitzende in Ulm. Besonders aktiv war sie auch in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, deren Landesvorsitzende sie von 1999 bis 2007 war. Seit 1995 ist sie im SPD Landesvorstand Baden-Württemberg, und wurde 1997 zur stellvertretende Landesvorsitzenden (Südwürttemberg) gewählt. Seit 2005 gehört sie dem SPD-Parteivorstand an.

Hilde Mattheis konnte bei der Bundestagswahl nur noch 22,6 Prozent der Erstimmen in Ulm erringen, ganze 10,3 Prozent weniger als bei der Wahl 2005.

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FDP

Birgit Homburger

Birgit Homburger ist die Spitzenkandidatin der baden-württembergischen FDP. Die Verwaltungswissenschaftlerin wurde 1965 in Singen geboren. Seit 20 Jahren ist sie FDP-Mitglied, von 1988 bis 1991 war sie Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg, dann erste Bundesvorsitzende des gesamtdeutschen Verbandes der Jungen Liberalen. Unter anderem ist sie Mitglied im Bundesvorstand und Landesvorsitzende der FDP in Baden-Württemberg. Seit 1990 gehört sie dem Bundestag an – damals kandidierte sie noch in Ulm.
In der aktuellen Legislaturperiode ist sie Stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und Sprecherin für Sicherheitspolitik und Bürokratieabbau.

Bei der Bundestagswahl 2009 bekam Birgit Homburger 14,8 Prozent der Erststimmen ihres Wahlkreis Konstanz, 4,3 Prozent mehr als bei der Wahl 2005.

Dirk Niebel

Dirk Niebel, der Generalsekretär der Liberalen, ist seit 1998 Mitglied des Bundestages und seit diesem Jahr auch stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe. Von 2000 bis 2006 war er außerdem noch Mitglied im Vorstand der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. und von 2002 bis 2005 Vorsitzender der FDP-Landesgruppe Baden-Württemberg. Geboren 1963 in Hamburg kam Niebel durch seinen Dienst bei der Bundeswehr 1984 nach Baden-Württemberg. Von 1992 bis 1994 und 1997 bis 2005 war er Mitglied im Kreisvorstand der FDP Heidelberg. 2004 bis 2005 war er Stadtrat in Heidelberg. 2003 wurde er in den FDP-Bundesvorstand gewählt.

Bei der Bundestagswahl 2009 schaffte es Dirk Niebel 12 Prozent der Erststimmen für sich zu gewinnen. Damit hat er in Heidelberg 4,7 Prozent dazu gewinnen können.

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Ernst Burgbacher

Ernst Burgbacher sitzt seit 1998 für die FDP im Bundestag. In der laufenden Legislaturperiode ist er Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Mitglied des Ältestenrates und Mitglied in den Ausschüssen für Tourismus und für Wirtschaft und Technologie. 1949 in Trossingen, Kreis Tuttlingen geboren, ist er seit 1969 Mitglied der FDP. Seit 1992 ist er der Vorsitzende des FDP-Bezirksverbandes Südbaden und wurde 1993 Mitglied des Landesvorstandes. Zehn Jahre später wurde er in den Bundesvorstand der FDP gewählt, 2004 dann zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Baden-Württemberg. Von 1996 bis 2006 war er auch noch Mitglied des Kreistages des Landkreises Tuttlingen.

Ernst Burgbacher schaffte in seinem Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen einen Zugwinn von 8,5 Prozent, damit hat er 17,7 Prozent der Erstimmen erhalten.

Harald Leibrecht

Harald Leibrecht ist seit 2002 Mitglied des Bundestages. Er ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Obmann der Unterausschüsse "Vereinte Nationen" und "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik". So beschäftigt sich der 1961 in Evanston Chicago/USA Geborene besonders mit der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Partei ist er als stellvertretender Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Ludwigsburg und Schatzmeister im FDP-Bezirksverband Region Stuttgart aktiv.

Harald Leibrecht schaffte es in seinem Wahlkreis Neckar-Zaber auf 14,7 Prozent der Erstimmen, ein Zugewinn von 7,6 Prozent.

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Hartfrid Wolff

Der Rechtsanwalt Hartfrid Wolff ist der Sprecher für Ausländerrecht sowie für Zivil- und Katastrophenschutz der FDP Bundestagsfraktion und Mitglied im Innenausschuss des Bundestages. Seit 2005 sitzt er für die FDP im Parlament.
1971 in Basel geboren wurde er 2002 zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der FDP Rems-Murr gewählt. Seit 2003 ist er auch Beisitzer im Landesvorstand der FDP Baden-Württemberg und im Bezirksvorstand FDP Region Stuttgart. Außerdem ist er seit 2003 Vorsitzender des FDP-Landesfachausschusses „Innen und Recht“.

Hartfrid Wolff bekam 12,2 Prozent der Waiblinger Erstimmen und konnte so sein Wahlergebnis mit einem Plus von 6,8 Prozent mehr als verdoppeln.

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Bündnis 90/Die Grünen
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Kerstin Andreae

Die Spitzenkandidatin der Bündnis 90/Die Grünen Kerstin Andreae ist seit den 90er Jahren in der Politik engagiert. 1968 in Schramberg im Schwarzwald geboren war die Diplom-Volkswirtin von
1991 bis 1993 im Landesvorstand der Grün-Alternativen Jugend Baden-Württemberg und von 1992 bis 1999 im Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Freiburg. Seit 1999 ist sie im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. Drei Jahre war sie als Gemeinderätin in Freiburg tätig bis sie 2002 für ihren Wahlkreis Freiburg in den Bundestag gewählt wurde, wo sie Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie ist.

Bei der Bundestagswahl 2009 bekam Kerstin Andreae in ihrem Wahlkreis Freiburg 21,8 Prozent der Erststimmen. Damit hat sie für die Grünen einen Zugewinn von 10,8 Prozent erreicht.

Fritz Kuhn

Fritz Kuhn, der 1955 in Bad Mergentheim geboren wurde, ist ein Gründungsmitglied der Grünen. Seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages wurde er 2005 zum Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Ab 2003 war er Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit, bis er im Februar 2005 außenpolitischer Sprecher wurde. Der Sprachwissenschaftler war davor von 1984 bis 1988 und von 1992 bis 2000 Abgeordneter des baden-württembergischen Landtages und Fraktionsvorsitzender der Grünen. In den Jahren 2000 bis 2002 war er auch Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und von 2000 bis 2008 Mitglied des Parteirates.

Fritz Kuhn schaffte es in seinem Wahlkreis Heidelberg 15,6  Prozent der Erstimmen zu gewinnen, ein Plus von 4,5 Prozent.

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Sylvia Kotting-Uhl

Sylvia Kotting-Uhl, Jahrgang 1952, kandidiert in ihrer Geburtsstadt Karlsruhe für den Bundestag. Sie sitzt seit 2005 für die Grünen im Parlament, wo sie Mitglied im Beirat für nachhaltige Entwicklung und im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist. Seit sie 1989 in die Partei die Grünen eingetreten ist, war sie 1995 bis 1999 und 2001 bis 2003 Mitglied im Landesvorstand Baden-Württemberg. 2003 wurde sie zur Landesvorsitzenden gewählt. Dieses Amt musste sie 2005 satzungsgemäß mit der Annahme des Bundestagsmandats abgeben.

Sylvia Kotting-Uhl bekam in ihrem Wahlkreis Karlsruhe Stadt 15,2 Prozent der Erststimmen und konnte sich damit gegenüber der Wahl 2005 um 6,1 Prozent verbessern.

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Gerhard Schick

Dr. Gerhard Schick ist seit 2005 Mitglied des Bundestages und wurde im September 2007 zum finanzpolitischen Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ernannt.
Der studierte Volkswirt wurde 1972 in Hechingen geboren. Von 2000 an war er als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg tätig, bis er 2001 Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen der Grünen wurde. Dieses Amt bekleidete er bis 2007. Seit November 2008 ist er Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen.

Bei der Bundestagswahl 2009 konnte Gerhard Schick in seinem Wahlkreis Mannheim deutlich an Stimmen dazu gewinnen. Mit 12,6 Prozent bekam er 6,8 Prozent mehr Erststimmen als 2005.

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Beate Müller-Gemmeke

Beate Müller-Gemmeke tritt im Wahlkreis Reutlingen für die Grünen an. Bis jetzt war die 1960 in Frankfurt/Main Geborene vor allem in der Kommunalpolitik aktiv. Seit 1998 ist sie Mitglied im Kreisvorstand der Grünen im Kreisverband Reutlingen und wurde 2004 zur Kreisrätin im Landkreis Reutlingen gewählt. Im Kreisrat ist sie Mitglied des Verwaltungs- und Kulturausschuss. In der Partei war sie von 1999 bis 2003 Landesrechnungsprüferin und ist seit 2002 Basisvertreterin im Bundesfinanzrat von B90/Die Grünen. 2003 wurde sie in den Landesvorstand von B90/DIE GRÜNEN Baden-Württemberg gewählt und hat darin ihren Schwerpunkt bei der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Seit 2007 ist sie Mitglied im Sprecherteam der LAG Wirtschaft, Finanzen und Soziales.

Beate Müller-Gemmeke bekam bei der Bundestagswahl 14 Prozent der Erststimmen und konnte damit das Ergebnis der Grünen im Wahlkreis Reutlingen um 6,2 Prozent verbessern. 

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Die Linke

Ulrich Maurer

Der Spitzenkandidat von die Linke, Ulrich Maurer, war Mitglied des Gemeinderats der Stadt Stuttgart von 1971 bis 1980 und ist seit dem 10. April 1980 Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, davon war er von 1992 bis 2001 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Von 1987 bis 1999 war er Vorsitzender der SPD Baden-Württemberg und außerdem von 1990 bis 2003 im SPD-Bundesvorstand.
2005 trat Maurer aus der SPD aus, nachdem er der Parteiführung vorgeworfen hatte, die sozialdemokratische Grundwerte verraten und sich der neoliberalen Politik Gerhard Schröders gebeugt zu haben. Unter Beibehaltung seines Landtagsmandats trat er im Juli 2005 in die WASG ein, die mit Maurer neben Oskar Lafontaine ein weiteres prominentes SPD-Mitglied gewonnen hatte. Maurer war damit der erste amtierende Landtagsabgeordnete der WASG. Bei der Wahl 2005 wurde Maurer für die Partei Die Linke in den Bundestag gewählt. Heute ist er parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Deutschen Bundestag und Mitglied im Vorstand von Die Linke.

Bei der Bundestagswahl 2009 kommt Ulrich Maurer in seinem Wahlkreis Stuttgart II auf 8,6 Prozent der Erststimmen, was für ihn ein Plus von 3,9 Prozent bedeutet.

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Heike Hänsel

Die Diplom-Oecotrophologin Heike Hänsel ist seit 2005 Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Baden-Württemberg. Sie ist Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und im Unterausschuss Vereinte Nationen. Sie wurde 1961 in Stuttgart geboren und kandidiert im Wahlkreis Tübingen.

Heike Hänsel bekam in ihrem Wahlkreis Tübingen 6,9 Prozent der Erstimmen; 3,6 Prozent mehr als bei der Wahl 2005.

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Karin Binder

Karin Binder ist seit 2005 Mitglied des Bundestages und Sprecherin für Verbraucherpolitik der Fraktion DIE LINKE. Außerdem ist sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die 1957 in Stuttgart geborene Handelsfachwirtin und Gewerkschaftssekretärin war von 1975 bis 1998 Mitglied der SPD. 2005 trat sie in die heutige Partei Die Linke ein.
Von 1990 bis 1992 war sie Stadträtin in Stuttgart, von 2000 bis 2003 Sprecherin des Konstanzer Netzwerks gegen Rechts.

Bei der Bundestagswahl 2009 bekam Karin Binder 7,1 Prozent der Erstimmen in ihrem Wahlkreis Karlsruhe Stadt und damit 2,8 Prozent mehr als 2005.

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Michael Schlecht

Michael Schlecht kandidiert zum ersten Mal für den Bundestag. Er war von 1982 bis 2005 Mitglied der SPD. Nach seinem Austritt wurde er Mitglied der WASG. Seit 2007 ist er Mitglied des Parteivorstandes von Die Linke. Geboren 1951 in Hildesheim, wuchs er in Hamburg auf. Heute lebt er in Stuttgart. Seit 2001 ist er beruflich als Chefvolkswirt beim ver.di-Bundesvorstand in Berlin tätig.

Michael Schlecht hat in seinem Wahlkreis Mannheim 9,5 Prozent der Erstimmen bekommen, damit bekam die Linke 3,2 Prozent mehr als 2005.

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Annette Groth

Den fünften Platz der Landesliste nimmt die Entwicklungssoziologin mit Schwerpunkt Internationale Politik, Annette Groth, ein. Sie ist Mitglied des Landesvorstands Baden-Württemberg von Die Linke und Referentin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bundestagsfraktion Die Linke. Sie kandidiert im Wahlkreis Stuttgart II.

Bei der Bundestagswahl 2009 bekam Annette Groth 6,8 Prozent der Erststimmen in Pforzheim. Ein Plus von 2,9 Prozent für die Linke.

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