Die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Parteien für die Bundestagswahl 2013

Bei Bundestagswahlen geht es nicht nur um Programme und Leistungsbilanzen, sondern immer auch um die Entscheidung darüber, wer in das Kanzleramt einziehen soll. Bundestagswahlen sind zu einem großen Teil auch Kanzlerwahlen.

Nachdem Angela Merkel (CDU) im September 2005 zur ersten Bundeskanzlerin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde und 2009 im Amt bestätigt wurde, steht die Unionspolitikerin für den Bundestagswahlkampf 2013 erneut an der Spitze ihrer Partei. Für die SPD tritt Peer Steinbrück an, der während der Großen Koalition von 2005 bis 2009 Finanzminister war. Er soll in den kommenden Monaten eine echte Wechselstimmung im Land erzeugen und seine Partei aus dem Umfragetief führen. Allerdings hat Steinbrücks Image durch Rednerhonorar und Äußerungen zum Kanzlergehalt erheblichen Schaden davongetragen

Wir können aus Kapazitätsgründen bei unserer Darstellung lediglich die bisher im Bundestag vertretenen Parteien berücksichtigen.

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Spitzenkandidatin der Union: Angela Merkel

Angela Merkel. Foto: CDU/Laurence Chaperon
Foto: CDU/Laurence Chaperon

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat schon frühzeitig deutlich gemacht, dass sie bei der Bundestagswahl 2013 erneut für das Kanzleramt kandidieren wird und in der Union (CDU/CSU) gab es niemanden, der ihr diese Position streitig gemacht hätte. Nun stellt sich Merkel für eine dritte Amtszeit zur Wahl.

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Spitzenkandidat der SPD: Peer Steinbrück

Foto: Peer Steinbrück, SPD
Foto: Peer Steinbrück, SPD

Die SPD will mit Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten den Machtwechsel schaffen. Auf ihrem Parteitag im Dezember 2012 haben die Sozialdemokraten ihn mit 93,5 Prozent nominiert. Doch Steinbrück, der sich als Finanzminister in der Großen Koalition großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreute, fällt es im Wahlkampf bisher schwer, breite Zustimmung in der Bevölkerung zu erlangen.

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Spitzenkandidat der FDP: Rainer Brüderle

Bild: Rainer Brüderle, FDP-Bundestagsfraktion
Bild: Rainer Brüderle, FDP-Bundestagsfraktion

Die FDP hat sich für Rainer Brüderle als das "Gesicht der FDP" im Wahlkampf entschieden. Der 67-Jährige ist also der Spitzenkandidat der Partei und führt die Liberalen zusammen mit Parteichef Philipp Rösler als Spitzenduo in den Bundestagswahlkampf. Seine Aufgabe soll es sein, die mitreißenden Reden zu halten und bei Wahlkampfsendungen im Fernsehen aufzutreten. Rösler hatte Brüderle im Januar nach der erfolgreichen Landtagswahl in Niedersachsen in einer internen Beratung des Parteipräsidiums auch den Parteivorsitz angeboten. Doch Brüderle lehnte ab. So wurde auf dem Bundesparteitag der FDP im März Rösler als Parteichef bestätigt und FDP-Fraktionschef Brüderle per Akklamation zum Spitzenkandidaten ernannt.

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Die acht Spitzenkandidaten von Die Linke

Screenshot tagesschau 20:00 Uhr, 21.01.2013

Die Linke zieht mit achtköpfigem Spitzenteam um Fraktionschef Gregor Gysi in die Bundestagswahl.  Ihm gehören - neben Gregor Gysi - Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Nicole Gohlke, Jan van Aken, Caren Lay, Klaus Ernst und Diana Golze an. Fraktionschef Gysi und seine Stellvertreterin Wagenknecht sollen unter den acht Spitzenkandidaten ihrer Partei keine herausgehobene Rolle einnehmen. „Wir haben bewusst betont, dass es sich hier um ein Team handelt“, sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger bei der Vorstellung der acht Spitzenkandidaten am 21. Januar 2013 in Berlin. Dennoch ist Gysi das bekannteste Gesicht der Linkspartei.

Die Linke: Unser Team für soziale Gerechtigkeit

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Spitzenkandidaten von Bündnis90/Die Grünen: Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin

Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin, SpitzenkandidatInnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Foto: gruene.de, Lizenz: CC BY-NC 3.0
Foto: gruene.de, Lizenz: CC BY-NC 3.0

Bei Bündnis 90/Die Grünen hat erstmals die Parteibasis die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl bestimmt. Die Parteimitglieder entschieden sich bei der sogenannten Urwahl für Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin als Spitzenduo. Das teilte Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin der Partei, am 10. November 2012 in einer Pressekonferenz in den Berliner Uferstudios mit. Zwei Monate hatten die knapp 60.000 Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen Zeit abzustimmen. 61,73 Prozent beteiligten sich an der Urwahl.

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