Spitzenkandidaten Baden-Württemberg 2013

Foto: Alexas, pixabay.com, CC0 public domain
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In Baden-Württemberg waren zwei der fünf im Bundestag vertretenen Parteien ihren Spitzenkandidaten treu geblieben.

Die CDU nominierte wieder Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Er holte erwartungsgemäß auch wieder das Direktmandat in seinem Wahlkreis Offenburg mit 56 Prozent der Erststimmen. Ein deutlicher Sieg, und ein Gewinn von 8,8 Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2009.

Kerstin Andreae war ebenfalls erneut die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen. In ihrem Wahlkreis Freiburg bekam sie 20,9 Prozent der Erststimmen, ein Verlust von 0,9 Prozentpunkten.

Die SPD stellte Gernot Erler an die Spitze ihrer Landesliste, der bei der Wahl 2009 als einziger SPD-Kandidat in Baden-Württemberg ein Direktmandat erringen konnte.In seinem Wahlkreis Freiburg blieb der Erfolg diesmal jedoch aus. 30 Prozent gaben Gernot Erler ihre Erststimme. Ein Verlust von 3 Prozentpunkten.

Dirk Niebel, der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, führt die Landesliste der FDP Baden-Württemberg als Spitzenkandidat an. In seinem Wahlkreis Heidelberg erreichte er für die FDP nur 3,1 Prozent der Erststimmen, 8,9 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 2009.

Die Linkspartei kürte Michael Schlecht zu ihrem Spitzenkandidaten. Dieser erkämpfte in seinem Wahlkreis Mannheim 6,6 Prozent der Erststimmen und hat somit sein Ergebnis von 2009 (9,5 Prozent) mit einem Minus von 2,9 Prozentpunkten verschlechtert.

Wir konnten aus Kapazitätsgründen bei der Darstellung lediglich die bisher im Bundestag vertretenen Parteien berücksichtigen.

CDU 2013

CDU

Quelle: CDU/CSU-Fraktion, Bild: Laurence Chaperon. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble, der Bundesminister der Finanzen, war bei der Bundestagswahl 2013 wieder der Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU. Der 1942 geborene Gengenbacher, der seit einem Attentat im Rollstuhl sitzt, besitzt große politische Erfahrung. Seit 1972 ist er Mitglied des deutschen Bundestages und war in dieser Zeit schon Parlamentarischer Geschäftsführer, Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Kanzleramtes und Bundesinnenminister des Inneren. Von 1991 bis 2000 war er außerdem Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zudem zwei Jahre lang bis Februar 2000 Bundesvorsitzender der CDU. Seither ist er Mitglied im Präsidium der CDU Deutschland. Nachdem Schäuble in der Großen Koalition von 2005 bis 2009 Bundesminister des Inneren war, wurde er nach der Bundestagswahl 2009 zum Bundesfinanzminister ernannt.

Wolfgang Schäuble kandidierte im Wahlkreis Offenburg. Bei der Bundestagswahl 2013 hat er dort mit 56 Prozent (+ 8,8 Prozentpunkte) der Erststimmen das Direktmandat gewonnen.


Quelle: CDU/CSU-Fraktion, Bild: Laurence Chaperon. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Annette Schavan

Annette Schavan, die frühere Bundesministerin für Bildung und Forschung, kandidierte trotz der Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit wieder im Wahlkreis Ulm. Sie ist seit 2005 Mitglied des deutschen Bundestages. Geboren 1955 in Jüchen war sie seit Mitte der 70er in der Kommunalpolitik tätig und wurde 1987 Bundesgeschäftsführerin der Frauen-Union der CDU. 1995 wurde sie zur Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg ernannt und blieb es zehn Jahre lang. Von 2001 bis 2005 war sie außerdem Mitglied des Landtages von Baden Württemberg. Von 1998 bis 2012 war sie stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschlands, von 2005 bis 2013 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Von diesem Amt trat sie im Februar 2013 zurück, weil ihr die Universität Düsseldorf den Doktortitel aberkannt hatte und sie gegen diesen Beschluss klagte.

Annette Schavans Wahlkreis ist Ulm. Dort erhielt sie bei der Bundestagswahl 2013 52,1 Prozent der Erststimmen – in Plus von 9,3 Prozentpunkten im Vergleich zu ihrem Ergebnis von 2009. Sie erreichte damit wieder das Direktmandat ihres Wahlkreises.


Quelle: CDU/CSU-Fraktion, Bild: Laurence Chaperon. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Volker Kauder

Volker Kauder ist seit 2005 Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag. 1949 in Sinsheim bei Heidelberg geboren, wurde er mit 16 Mitglied der CDU. 1979 trat er in die Innenverwaltung des Landes Baden-Württemberg ein und wurde im Jahr darauf stellvertretender Landrat des Kreises Tuttlingen, was er zehn Jahre blieb. 1991 wurde er zum Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg gewählt und bekleidete dieses Amt bis 2005.
Seit 1990 ist Kauder Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen. Von 1998 bis 2002 war er Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag. Danach nahm er das Amt des 1. Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU/CSU-Fraktion an. Von Januar bis November 2005 war er Generalsekretär der CDU Deutschlands, bis er in seine heutige Position als Fraktionsvorsitzender gewählt wurde.

Volker Kauder kandidierte wieder im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen. Er  gewann bei der Bundestagswahl 2013 problemlos mit 57,8 Prozent der Erststimmen das Direktmandat. Ein Plus von 9,8 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2009.


Quelle: CDU/CSU-Fraktion, Bild: Laurence Chaperon. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Annette Widmann-Mauz

Annette Widmann-Mauz ist die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion und seit Oktober 2009 parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Sie ist seit 1998 Mitglied des Bundestages und gehört seit 2000 zum Fraktionsvorstand der CDU/CSU. Die 1966 in Tübingen Geborene war in ihrer Zeit im Bundestag schon Vorsitzende der Gruppe der Frauen und Verbraucherschutzbeauftragte ihrer Fraktion.
1985 bis 2005 war sie Mitglied im Kreisvorstand der CDU Zollernalb und von 1993 bis 2005 auch deren stellvertretende Vorsitzende. Seit 1991 ist sie Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg und ist 2003 zu dessen stellvertretender Vorsitzender aufgestiegen. Außerdem ist sie die Landesvorsitzende der Frauenunion Baden-Württemberg und Mitglied im Kreistag Zollernalb.

Annette Widmann-Mauz kandidierte bei der Bundestagswahl 2013 wieder im Wahlkreis Tübingen. Bei der Bundestagswahl 2013 gewann sie dort mit 46,9 Prozent der Erststimmen das Direktmandat – 8 Prozentpunkte mehr als vier Jahre zuvor.


Quelle: CDU/CSU-Fraktion, Bild: Laurence Chaperon. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Thomas Strobl

Thomas Strobl steht an fünfter Stelle der CDU-Landesliste. Er ist seit 2011 Landesvorsitzender der baden-württembergischen CDU und seit Dezember 2012 einer von fünf stellvertretenden Vorsitzenden der CDU in Deutschland. Der Rechtsanwalt wurde 1960 in Heilbronn am Neckar geboren, wo er auch heute noch lebt und für diesen Wahlkreis kandidiert. In der CDU war Strobl zunächst von 1995 bis 2005 Kreisvorsitzender im Stadt- und Landkreis Heilbronn, 2001 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender der CDU Nordwürttemberg und von 2005 an Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, bis er am 23. Juli 2011 zum Landesvorsitzenden der CDU Baden-Württemberg gewählt wurde. Im November 2010 wurde er Mitglied im Bundesvorstand der CDU.
Seit 1998 ist Strobl Mitglied des Bundestages. Dort ist er seit 2009 der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg. Außerdem ist er sowohl Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung als auch des Vermittlungsausschusses zwischen Bundestag und Bundesrat.

Thomas Strobls Wahlkreis ist Heilbronn. Dort gewann er bei der Bundestagswahl 2013 das Direktmandat. Allerdings bekam er mit 51,4 Prozent deutlich mehr Erststimmen (+ 7,2 Prozentpunkte) als bei der Wahl 2009.

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SPD 2013

SPD

Foto: spdfraktion.de

Gernot Erler

Gernot Erler sitzt seit 1987 für den Wahlkreis Freiburg im Deutschen Bundestag. Seit 1998 haben die Freiburger ihn jeweils direkt ins Parlament gewählt. Dort war er schon Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle und stellvertretender Fraktionsvorsitzender für Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Menschenrechte und Entwicklungspolitik. Von November 2005 bis Oktober 2009 war er Staatsminister beim Bundesministerium des Auswärtigen. Seit Oktober 2009 ist er Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.
Geboren 1944 wurde Erler in Meißen. Seit seinem Studium lebt er in Freiburg. In den 70er und 80er Jahren war er vor allem auf Kreisebene tätig. Von 1983 bis 1997 war er Mitglied im Landesvorstand und von 1985 bis 1997 im Präsidium der SPD Baden-Württemberg.

Freiburg ist Gernot Erler Wahlkreis. Dort schaffte er es als einziger SPD-Kandidat in Baden-Württemberg, bei der Bundestagswahl 2009 ein Direktmandat zu erringen. Mit 33 Prozent bekam er die meisten Erststimmen. Bei der Bundestagswahl 2013 gelang dies nicht mehr. Mit 30 Prozent musste er einen Verlust von 3 Prozentpunkten hinnehmen.


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Katja Mast

Katja Mast, seit Oktober 2011 Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg, ist Teil des "Spitzentandems", mit dem die SPD in den Bundestagswahlkampf zieht. Nach Erler steht sie an zweiter Stelle auf der Landesliste. Sie wurde 1971 in Offenburg geboren und ist seit 1990 Mitglied der SPD. In der Partei nahm sie unter anderem das Amt der Juso-Vorsitzenden in Offenburg und der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Jusos Baden-Württemberg wahr. Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort ist sie derzeit stellvertretende Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landesgruppe Baden-Württemberg.

Katja Mast trat im Wahlkreis Pforzheim an. Dort erhielt sie bei der Bundestagswahl 2013 22,9 Prozent, wie 2009 auch.

 


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Christian Lange

Christian Lange ist der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg und der Deutsch-Portugiesischen Parlamentariergruppe. Außerdem ist er Mitglied im Ältestenrat. Seit 1998 ist er Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Backnang /Schwäbisch-Gmünd. Geboren 1964 in Saarlouis wurde er 1982 Mitglied der SPD. 1989 bis 1999 war er Mitglied des Kreistages Rems-Murr und 1996 bis 1999 Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Seit 1991 ist er Mitglied im SPD-Präsidium und im Landesvorstand Baden-Württemberg.

Christian Langes Wahlkreis ist Backnang - Schwäbisch Gmünd. Dort kam er bei der Bundestagswahl 2013 auf 24,8 Prozent der Erstimmen. Das bedeutet für ihn einen Verlust von 0,1 Prozentpunkten.


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Hilde Mattheis

Hilde Mattheis sitzt seit 2002 für die SPD im Bundestag. Sie ist die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit und die Berichterstatterin für den Bereich Pflege der SPD-Bundestagsfraktion. Außerdem ist sie Sprecherin der Arbeitsgruppe Verteilungsgerechtigkeit. Die Lehrerin wurde 1954 in Finnentrop geboren und engagiert sich seit den 80er-Jahren politisch. Von 2000 bis 2005 war sie Kreisvorsitzende in Ulm. Besonders aktiv war sie auch in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, deren Landesvorsitzende sie von 1999 bis 2007 war. Seit 1995 ist sie im SPD-Landesvorstand Baden-Württemberg, und wurde 1997 zur stellvertretenden Landesvorsitzenden (Südwürttemberg) gewählt. Seit 2005 gehört sie dem SPD-Parteivorstand an.

Hilde Mattheis kandidierte im Wahlkreis Ulm/Alb-Donau. Bei der Bundestagswahl 2013 konnte sie dort 23,8 Prozent der Erstimmen erringen, ganze 1,2 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2009.


Foto: spdfraktion.de

Rainer Arnold

Rainer Arnold ist seit 1998 Mitglied des Bundestages, seit 2002 verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und seit 2004 Mitglied im SPD-Fraktionsvorstand. Der 1950 in Stuttgart geborene Volkshochschulangestellte ist seit 1972 Mitglied der SPD. Von 1981 bis 1995 war er SPD-Kreisvorsitzender, 1980 bis 1992 Stadtrat in Filderstadt, 1989 bis 1994 Kreisrat im Kreis Esslingen und von 1994 bis 1998 Mitglied der Verbandsversammlung Region Stuttgart.

Rainer Arnolds Wahlkreis ist Nürtingen. Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt er 25,3 Prozent der Erststimmen – ein Plus von 1,1 Prozentpunkten.

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FDP 2013

FDP

Pressefoto: Dirk Niebel, FDP-Bundestagsfraktion

Dirk Niebel

Dirk Niebel, der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, führt die Landesliste der FDP Baden-Württemberg als Spitzenkandidat an. Geboren 1963 in Hamburg kam Niebel durch seinen Dienst bei der Bundeswehr 1983 nach Baden-Württemberg. Seit 1990 ist der Diplomverwaltungswirt Mitglied der FDP. Er ist Gründungsmitglied der Jungen Liberalen Heidelberg. Von 1992 bis 1994 und 1997 bis 2005 war er Mitglied im Kreisvorstand der FDP Heidelberg. 2003 wurde er in den FDP-Bundesvorstand gewählt. Von Mai 2005 bis Oktober 2009 war er Generalsekretär der FDP. Von Mai 2011 bis März 2013 war er Beisitzer im Präsidium der FDP-Bundespartei.
Im Bundestag sitzt Niebel seit 1998. Seit diesem Jahr bis 2009 war er stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe. Von 2000 bis 2006 war er außerdem noch Mitglied im Vorstand der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. und von 2002 bis 2005 Vorsitzender der FDP-Landesgruppe Baden-Württemberg. Im Kabinett Merkel II. ist er Bundesentwicklungsminister.

Dirk Niebels Wahlkreis ist Heidelberg. Dort gewann er bei der Bundestagswahl 2009 12 Prozent der Erststimmen. 2013 reichte es nur noch für 3,1 Prozent.

Pressefoto: Birgit Homburger, FDP-
Bundestagsfraktion

Birgit Homburger

Birgit Homburger ist die Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg. Die Verwaltungswissenschaftlerin wurde 1965 in Singen geboren und ist seit 30 Jahren Mitglied der FDP. In der Partei war sie von 1988 bis 1991 Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg, dann erste Bundesvorsitzende des gesamtdeutschen Verbandes der Jungen Liberalen. Heute ist sie neben ihrem Posten als Vorsitzende in Baden-Württemberg noch Beisitzerin des Präsidiums der Bundes-FDP. Von Mai 2011 bis März 2013 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP.
Dem Bundestag gehört sie seit 1990 an – damals kandidierte sie noch in Ulm. In der laufenden Legislaturperiode ist sie die umweltpolitische Sprecherin und Sprecherin für Bürokratieabbau der FDP-Fraktion. Von Oktober 2002 bis Oktober 2009 war sie die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, von Oktober 2009 bis Mai 2011 Vorsitzende der FDP-Fraktion.

Birgit Homburger kandidierte im Wahlkreis Konstanz. Bei der Bundestagswahl 2013 bekam sie dort 3,8 Prozent der Erststimmen, 11 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 2009.


Pressefoto: Hartfrid Wolff, FDP-Bundestagsfraktion

Hartfrid Wolff

Hartfrid Wolff wurde 1971 in Basel geboren und ist seit 1990 Mitglied der FDP. 2002 wurde der Rechtsanwalt zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der FDP Rems-Murr gewählt. Seit Mai 2011 ist er stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg. Zuvor war er seit 2003 Beisitzer. Seit 2007 ist er Vorsitzender des FDP-Bezirksverbands Region Stuttgart. Im Jahr 2009 wurde er als Beisitzer in den Bundesvorstand der FDP gewählt.
Seit 2005 sitzt Wolf für die FDP im Parlament. Dort ist er Mitglied im Innenausschuss des Bundestages und des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Außerdem ist er Vorsitzender des Arbeitskreises IV "Innen- und Rechtspolitik" der FDP-Bundestagsfraktion.

Hartfrid Wolffs Wahlkreis ist Waiblingen. Dort bekam er bei der Bundestagswahl 2013 3,7 Prozent der Erstimmen und hat damit bei seinem Wahlergebnis ein Minus von 8,5 Prozentpunkten eingefahren.


Pressefoto: Georg Link, FDP-Bundestagsfraktion

Michael Link

Michael Link ist Staatsminister im Auswärtigen Amt. Er wurde 1963 in Heilbronn geboren und ist Übersetzer für Russisch und Französisch. 1986 trat er in die FDP ein. Von 1989 bis 1995 war er Bundesschatzmeister und stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen. Seit 2003 ist er Mitglied im Landesvorstand der FDP Baden-Württemberg und seit 2006 Schatzmeister der FDP Baden-Württemberg. Im Bundesvorstand der FDP ist er seit 2010 Mitglied.
2005 zog Link zum ersten Mal in den Bundestag ein. Von November 2009 bis Januar 2012 war er Vorsitzender des Arbeitskreises "Internationale Politik" der FDP-Bundestagsfraktion. Seit Januar 2012 ist er Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Michael Link kandidierte für die FDP im Wahlkreis Heilbronn, wo er bei der Bundestagswahl 2013 3,6 Prozent der Erststimmen erhielt. Ein Minus von 8,4 Prozentpunkten.

Pressefoto: Florian Toncar, FDP-
Bundestagsfraktion
Florian Toncar

Florian Toncar wurde 1979 in Hamburg geboren. Er ist Rechtsanwalt und seit 1998 Mitglied der FDP. Von 2003 bis 2006 war er Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Baden-Württemberg und Mitglied im erweiterten Bundesvorstand. Heute ist er Mitglied im FDP Landesvorstand Baden-Württemberg.
Toncar sitzt seit 2005 für die FDP im Bundestag. Dort ist er seit 2011 stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landesgruppe Baden-Württemberg. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe, Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Mitglied des Haushaltsausschusses und Vorsitzender des Parlamentarischen Finanzmarktgremiums.

Toncars Wahlkreis ist Böblingen. Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt er dort 3,4 Prozent der Erstimmen und damit ein Verlust von 9,6 Prozentpunkten.

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Bündnis 90/Die Grünen 2013

Bündnis 90/Die Grünen

Pressefoto, Fotografin: DBT/Inga Haar

Kerstin Andreae

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Kerstin Andreae, ist seit den 90er Jahren in der Politik engagiert. 1968 in Schramberg im Schwarzwald geboren, war die Diplom-Volkswirtin von 1991 bis 1993 im Landesvorstand der Grün-Alternativen Jugend Baden-Württemberg und von 1992 bis 1999 im Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Freiburg. Seit 1999 ist sie im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. Drei Jahre war sie als Gemeinderätin in Freiburg tätig, bis sie in den Bundestag gewählt wurde.
Andreae ist seit 2002 Mitglied des Bundestags. Dort ist sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und seit 2012 Koordinatorin des Arbeitskreises "Wirtschaft & Soziales" der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Außerdem ist sie stellvertretendes Mitglied im Wirtschaftsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags.

Kerstin Andreaes Wahlkreis ist Freiburg. Bei der Bundestagswahl 2013 bekam Kerstin Andreae dort 20,9 Prozent der Erststimmen. Damit hat sie einen Verlust von 0,9 Prozentpunkten erreicht.

Cem Özdemir

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen, wurde 1965 in Bad Urach geboren und ist Diplom-Sozialpädagoge. Er trat 1981 der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei und war zwischen 1989 und 1994 Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg. 1994 wurde Özdemir als erster Abgeordneter türkischer Herkunft in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er zwei Legislaturperioden lang bis 2002 angehörte. Zwischen 1998 und 2002 war er innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Von 2004 bis 2009 war Cem Özdemir Abgeordneter des Europäischen Parlaments (Die Grünen / Freie Europäische Allianz). Seit 2008 ist er neben Claudia Roth Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt Özdemir beim Landesparteitag der Grünen Baden-Württemberg keinen sicheren Listenplatz. Da er auch kein Direktmandat erringen konnte, gehört Özdemir dem aktuellen Bundestag nicht an.

Cem Özdemirs Wahlkreis ist Stuttgart I. Dort holte er bei der Bundestagswahl 2013 27,5 Prozent der Erststimmen - ein Minus von 2,4 Prozentpunkten.

 


Pressefoto

Sylvia Kotting-Uhl

Sylvia Kotting-Uhl, Jahrgang 1952, ist seit 1989 Mitglied der Partei Bündnis90/Die Grünen. Von 1995 bis 1999 und seit 2001 ist sie Mitglied im Landesvorstand Baden-Württemberg. 2003 wurde sie zur Landesvorsitzenden gewählt. Dieses Amt musste sie 2005 satzungsgemäß mit der Annahme des Bundestagsmandats abgeben.
Seit 2005 ist sie Mitglied im Deutschen Bundestag. Dort ist sie Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Obfrau im ersten Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der 17. Wahlperiode (Gorleben-Untersuchungsausschuss). Außerdem ist sie die Sprecherin für Atompolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Sprecherin der baden-württembergischen Landesgruppe im Bundestag.

Sylvia Kotting-Uhl kandidierte in ihrer Geburtsstadt Karlsruhe für den Bundestag. Sie bekam bei der Bundestagwahl 2013 in ihrem Wahlkreis Karlsruhe- Stadt 13,7 Prozent der Erststimmen und verschlechterte sich damit gegenüber der Wahl 2009 um 1,5 Prozentpunkte.

Pressefoto

Gerhard Schick

Gerhard Schick wurde 1972 in Hechingen geboren und ist studierter Volkswirt. Er ist seit 1996 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Von 2000 an war er als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg tätig, bis er 2001 Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen der Grünen wurde. Dieses Amt bekleidete er bis 2007. Seit November 2008 ist er Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen.
Schick ist seit 2005 Mitglied des Bundestages und wurde im September 2007 zum finanzpolitischen Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ernannt. Er ist Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags.

Der Wahlkreis von Gerhard Schick ist Mannheim. Bei der Bundestagswahl 2013 konnte er das Ergebnis von 2009 fast halten. Mit 12,2 Prozent bekam er 0,4 Prozentpunkte weniger Erststimmen als 2009.


Foto: Stefan Kaminski, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Agnieszka Brugger

Agnieszka Brugger wurde 1985 in Legnica (Polen) geboren und kam 1989 nach Deutschland. Aufgewachsen ist sie in Dortmund und kam 2004 für ihr Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und des Öffentlichen Rechts an der Universität Tübingen nach Baden-Württemberg. Brugger ist seit 2004 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Von Mai 2007 bis Oktober 2009 war sie Sprecherin der Grünen Jugend Baden-Württemberg. Seit November 2009 ist sie Mitglied im erweiterten Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg.
Im Deutschen Bundestag sitzt Brugger seit 2009. Sie ist Mitglied im Verteidigungsausschuss, im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung und Sprecherin für Abrüstungspolitik. Außerdem ist sie Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss.

Agnieszka Bruggers Wahlkreis ist Ravensburg. Dort erhielt sie bei der Bundestagswahl 2013 13,6 Prozent der Stimmen.

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Die Linke 2013

Die Linke

Quelle: DIE LINKE im Bundestag

Michael Schlecht

Michael Schlecht ist der neue Spitzenkandidat der Partei Die Linke. Er war von 1982 bis 2005 Mitglied der SPD. Nach seinem Austritt wurde er Mitglied der WASG. Seit 2007 ist er Mitglied des Parteivorstandes von Die Linke. Geboren 1951 in Hildesheim, wuchs er in Hamburg auf. Heute lebt er in Stuttgart. Seit 2001 ist er beruflich als Chefvolkswirt beim ver.di-Bundesvorstand in Berlin tätig.
Im Deutschen Bundestag sitzt Schlecht seit 2009. Dort ist er Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie.

Michael Schlecht hatte in seinem Wahlkreis Mannheim bei der Bundestagswahl 2013 6,6 Prozent der Erstimmen bekommen, damit bekam Die Linke dort 2,9 Prozentpunkte weniger als 2009.

 


Quelle: DIE LINKE im Bundestag

Heike Hänsel

Die Diplom-Oecotrophologin Heike Hänsel wurde 1961 in Stuttgart geboren und kandidiert im Wahlkreis Tübingen. Seit 2005 ist sie Mitglied der Partei Die Linke. Im selben Jahr zog sie für die Partei auch in den Bundestag ein. In der aktuellen Legislaturperiode ist sie entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion,  Vorsitzende des Unterausschusses "Vereinte Nationen, internationale Organisationen und Globalisierung" (Unterausschuss des Auswärtigen Ausschusses) und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Heike Hänsel bekam in ihrem Wahlkreis Tübingen bei der Bundestagswahl 2013 6,5 Prozent der Erstimmen; 0,4 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2009.

Quelle: DIE LINKE im Bundestag

Karin Binder

Karin Binder ist die parlamentarische Geschäftsführerin der Partei Die Linke. Sie wurde 1957 in Stuttgart geboren und ist von Beruf Gewerkschaftssekretärin. Von 1975 bis 1998 war Binder Mitglied der SPD. Von 1990 bis 1992 gehörte sie dem Stadtrat von Stuttgart an. Seit 1976 ist sie Gewerkschaftsmitglied (HBV) und seitdem in unterschiedlichsten Funktionen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. 2005 wurde Binder Mitglied der Linkspartei. PDS und der WASG (seit 2007: Die Linke). Seit 2009 ist sie ist Mitglied des geschäftsführenden Kreisvorstands der Partei Die Linke in Karlsruhe.
Karin Binder zog 2005 zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag ein. Heute ist sie Mitglied im Vorstand und der Parlamentarischen Geschäftsführung der Linksfraktion. Außerdem ist sie Mitglied und Obfrau im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Bei der Bundestagswahl 2013 bekam Karin Binder 4,9 Prozent der Erstimmen in ihrem Wahlkreis Karlsruhe Stadt und damit 2,2 Prozentpunkte weniger als 2009.


Quelle: DIE LINKE im Bundestag

Richard Pitterle

Der Rechtsanwalt Richard Pitterle wurde 1959 in Most (ehemalige Tschechoslowakei) geboren und siedelte 1970 nach Deutschland um. Seit 1971 wohnt er in Sindelfingen. Pitterle ist seit den 80er Jahren politisch aktiv und war an der Gründung und den Aktivitäten der Friedensbewegung im Kreis Böblingen beteiligt. Seit Dezember 1990 gehörte er der PDS an, deren Landesschatzmeister er von 1991 bis 1998 in Baden-Württemberg war. Seit der Gründung der Partei Die Linke im Kreis Böblingen im Juli 2007 ist er deren Kreisvorsitzender. Bei der Kommunalwahl im Juni 2009 wurde er in den Gemeinderat der Stadt Sindelfingen gewählt.
Richard Pitterle ist seit Oktober 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort ist er Mitglied des Finanzausschusses und des Gremiums nach § 23c Absatz 8 des Zollfahndungsdienstgesetzes.

Richard Pitterles Wahlkreis ist Böblingen. Dort erhielt er bei der Bundestagswahl 2013 4,0 Prozent der Stimmen – ein Minus von 1,3 Prozentpunkten.

 


Quelle: DIE LINKE im Bundestag

Annette Groth

Annette Groth, die Menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, nimmt den fünften Platz der Landesliste ein. Groth wurde 1954 in Bielefeld geboren, studierte Soziologie in Berlin und war anschließend auf verschiedenen Positionen als Entwicklungssoziologin tätig. Seit Oktober 2007 bis Juli 2011 war Groth Mitglied im Landesvorstand der Partei Die Linke in Baden-Württemberg.
Seit 2009 sitzt sie für Die Linke im Deutschen Bundestag. Dort ist sie Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Annette Groths Wahlkreis ist Pforzheim. Bei der Bundestagswahl 2013 bekam sie dort 4,1 Prozent der Erststimmen in Pforzheim – ein Minus von 2,7 Prozentpunkten für Die Linke.

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Landeskunde Baden-Württemberg

Das Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland

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Spitzenkandidierende
der Parteien

Bei den etablierten Parteien steht bereits fest, dass sie zur Bundestagswahl am 24. September 2017 antreten. Sie haben bereits auch ihre Spitzenkandidierenden benannt.

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