Wie wird gewählt?



Ablauf der Wahl

Einwurf eines Stimmzettels in eine Wahlurne. Foto: Sven Grenzemann, LMZ-BW
Foto: Sven Grenzemann, LMZ-BW

Die Bundestagswahl entspricht dem der meisten anderen Wahlen in der Bundesrepublik.

Wahlberechtigte Personen sind im Wählerverzeichnis ihrer Gemeinde eingetragen. Das Wählerverzeichnis ermöglicht die Kontrolle, dass nur Wahlberechtigte wählen und dass jeder Wahlberechtigte nur einmal wählt.

Alle Wahlberechtigten, die im Wählerverzeichnis der Gemeinde eingetragen sind, erhalten von Ihrer Wohnortgemeinde bis zum 3. September 2017 eine Wahlbenachrichtigung. Diese enthält Anschrift und Öffnungszeiten des Wahllokals. Grundsätzlich kann man in den Wahllokalen am Wahltag, dem 24. September 2017, von 8 bis 18 Uhr wählen.

Die Wahlbenachrichtigung sowie den Personalausweis oder Reisepass sollte man zum Wahllokal mitbringen. Wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung verlegt oder verloren haben, können Sie trotzdem an der Wahl im Wahllokal teilnehmen. Voraussetzung dafür ist, dass sie im Wählerverzeichnis ihres Wahlbezirks eingetragen sind und ihren Pass oder Personalausweis mitbringen. 

Sollten Sie am Wahltag verhindert sein (beispielsweise auch als wahlberechtigter Deutscher, der im Ausland lebt) oder einfach bequem wählen wollen, können Sie einen Wahlschein beantragen und Ihre Stimme per Briefwahl abgeben.

Im Wahllokal selbst - oder bei einer Briefwahl per Post - bekommen Sie einen Stimmzettel, auf dem Sie Ihre Wahlentscheidung markieren. Alle Informationen zur Erst- und Zweitstimme finden Sie hier.

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Wahlbenachrichtigung

Wahlbenachrichtigung zur Bundestagswahl

Wer wählen darf, bekommt eine Wahlbenachrichtigung. Diese wird per Post verschickt. Der Bundeswahlleiter teilte mit, dass alle im Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten spätestens bis zum 3. September 2017 von ihrer Gemeinde die Wahlbenachrichtigungskarte erhalten. In das Wählerverzeichnis für die Bundestagswahl 2017 sind alle Wahlberechtigten eingetragen worden, die am 13. August 2017 – dem 42. Tag vor der Wahl – bei der Meldebehörde ihrer Gemeinde mit Hauptwohnung gemeldet waren.

Auf der Vorderseite der Wahlbenachrichtigung ist das Wahllokal angeben, in dem die Wahlberechtigten am 24. September 2017 ihre Stimme abgeben können. Meist sind Wahllokale in Schulen, Kindergärten oder anderen öffentlichen Einrichtungen untergebracht.

Auf der Rückseite befindet sich der Antrag für einen Wahlschein. Dieser muss nur ausgefüllt werden, wenn man eine Briefwahl beantragen möchte.

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Wahlschein

Musterrückseite der Wahlbenachrichtung zur Bundestagswahl 2017.

Wenn Sie in einem anderen Wahlraum Ihres Wahlkreises oder durch Briefwahl wählen wollen, benötigen Sie einen Wahlschein. Um diesen zu erhalten reicht ein einfacher Antrag. Wer im Wahllokal wählen möchte, muss keinen Wahlschein beantragen.

Sie können den Wahlschein auf folgende Arten beantragen:

  • durch persönliches Erscheinen bei Ihrer Gemeinde Ihres Hauptwohnortes (Ihre Wahlbenachrichtigung sollten Sie mitnehmen).
  • durch einen mit einer schriftlichen Vollmacht und Ihrer Wahlbenachrichtigungskarte ausgestatteten Vertreter. Dieser muss ebenfalls persönlich erscheinen.
  • schriftlich per Post, Fax oder Mail. Bei manchen Gemeinden kann der Antrag auch im Internet elektronisch gestellt werden, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind.

Eine Beantragung per Telefon ist nicht möglich.


Ihr Antrag muss folgende Angaben enthalten:

  • Familiennamen
  • Vornamen
  • Geburtsdatum
  • Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort)
  • soweit aus der Wahlbenachrichtigung bekannt, sollten Sie möglichst auch die Nummer, unter der Sie im Wählerverzeichnis eingetragen sind, mitteilen.

Empfehlenswert ist die Verwendung eines Vordrucks. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ist der Wahlscheinantrag aufgedruckt.

 

 

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Briefwahl

Briefwahllunterlagen zur Bundestagswahl 2013. Foto: wikipedia/Perho2011, gemeinfrei

Jeder Wahlberechtigte kann seine Stimme auch per Briefwahl abgeben. Seit der Änderung des Wahlrechts im Januar 2008 muss er dafür keine Gründe mehr angeben. Die Zusendung der Unterlagen für die Briefwahl muss beantragt werden (siehe den Punkt Wahlschein).

Briefwahlunterlagen enthalten einen Stimmzettel und zwei Umschläge. Jeder Wähler haben zwei Stimmen und darf daher zwei Kreuze setzen. Eins links, eins rechts. Wichtig ist, dass der Wähler den Zettel persönlich ausfüllt.

Dann muss man:

  • den Stimmzettel in den blauen Umschlag legen
  • den blauen Stimmzettelumschlag zukleben
  • die Versicherung an Eides statt persönlich auf dem Wahlschein ausfüllen, mit Datum und Unterschrift
  • die Versicherung (Wahlschein) und den zugeklebten blauen Umschlag in den roten Umschlag stecken und zukleben

Der rote Umschlag muss rechtzeitig an die Stelle, die auf dem Wahlbriefumschlag abgedruckt ist, geschickt oder direkt dort abgegeben werden. Der Wahlbrief muss dort spätestens am 24. September 2017 bis 18.00 Uhr eingehen. Später eingehende Wahlbriefe werden nicht mehr berücksichtigt.

Der Wahlbrief wird innerhalb der Bundesrepublik Deutschland unentgeltlich, also kostenlos, befördert.

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Stimmzettel

Musterstimmzettel im Wahlkreis Stuttgart 1.

Es gibt keine bundesweit gleichen Stimmzettel. Manche Parteien treten nur in bestimmten Bundesländern an, die Wahlkreisabgeordneten variieren ebenfalls. Daher wird Ihr Stimmzettel anders aussehen als dieses Muster aus dem Wahlkreis Stuttgart I.

Der grundsätzliche Aufbau bleibt jedoch gleich: Der Wähler kann seine Erststimme in der linken und seine Zweitstimme in der rechten Spalte abgegen. Der Stimmzettel enthält in der linken Spalte die Namen der Bewerber und bei Wahlvorschlägen von Parteien außerdem den Namen der Partei. Für die Wahl nach Landeslisten enthält in der rechten Spalte der Stimmzettel die Namen der Parteien.

Die Reihenfolge der Parteien auf den Landeslisten richtet sich nach der Zahl der Zweitstimmen, die sie bei der letzten Bundestagwahl im jeweiligen Bundesland erreicht haben. Die übrigen Parteien schließen sich in alphabetischer Reihenfolge an. Auf dem Stimmzettel finden Sie auch die Namen der ersten fünf Bewerber der zugelassenen Landeslisten. Die Reihenfolge der Kreiswahlvorschläge richtet sich nach der Reihenfolge der entsprechenden Landeslisten. Abschließend werden die Wahlvorschläge für Einzelbewerber aufgeführt.

Erst- und Zweitstimme

In Deutschland gilt ein Wahlsystem, welches Elemente von Mehrheits- und Verhältniswahlrecht aufgenommen hat; das so genannte personalisierte Verhältniswahlrecht. Diese Wahlsystem bietet dem Wähler die Möglichkeit, zwei Stimmen abzugeben.


Quelle: LpB, Bundestagswahl 2002, P & U aktuell


Die Erststimme
für die Wahl eines Wahlkreisabgeordneten (linke Seite des Stimmzettels) und eine Zweitstimme für die Wahl einer Landesliste (rechte Seite des Stimmzettels). Weitere Infos bietet unsere Wahlsystem-Übersicht.

Abgabe des Stimmzettels

Bei der Urnenwahl falten Sie den Zettel nach der Stimmabgabe so, dass Ihre Stimmabgabe nicht erkennbar ist. Es werden keine Wahlumschläge verwendet. Sollten Sie aufgrund Ihrer körperlichen Beeinträchtigung Ihre Stimme nicht alleine abgeben oder nicht lesen können, haben Sie die Möglichkeit, sich bei der Wahl (im Wahllokal oder auch bei der Briefwahl) von einer Person Ihres Vertrauens helfen zu lassen. Blinde oder sehbehinderte Wähler können eine Stimmzettelschablone verwenden.

Wann ist ein Stimmzettel gültig?

Der Wille des Wählers muss klar erkennbar sein, damit der Stimmzettel zählt. Die Kreuze sollten daher die Kreise treffen.  Zwei Kreuze können Sie setzen, eins links, eins rechts. Sie dürfen nur ein Kreuz pro Spalte machen.

Mehrere Kreuze pro Spalte sind nicht erlaubt. Ein Wähler kann auch nur eine Stimme abgeben, also nur ein Kreuz machen, die andere Stimme verfällt dann.

Außerdem dürfen keine Sprüche, Kritzeleien oder Kommentare auf dem Stimmzettel stehen. Auch dürfen keine Parteien oder Kandidierenden durchgestrichen werden. Ein Stimmzettel wird außerdem ungültig, wenn er nicht amtlich, also gefälscht ist. Die Erststimme (das Kreuz in der linken Spalte) zählt außerdem nicht, wenn ein Stimmzettel im falschen Wahlkreis abgegeben wird.
Bei der Briefwahl darf der Umschlag, in dem der Stimmzettel ist, das Wahlgeheimnis nicht gefährden. Er sollte daher zugeklebt sein. Auch dürfen keine fühlbaren Gegenstände im Umschlag sein.


Kurz gesagt: Erst- und Zweitstimme ist gültig, wenn der Wähler in der linken und der rechten Spalte ein Kreuz in einen Kreis setzt und sonst nichts auf dem Stimmzettel hinterlässt.




Musterstimmzettel

Wahlumfrage.de: Musterstimmzettel zur Bundestagswahl 2017
Die Musterstimmzettel / Musterwahlzettel zur Bundestagswahl 2017 werden derzeit von zuständigen Kreiswahlleitern veröffentlicht. Wahlumfrage.de versucht, bis zum Wahltermin am 24.September 2017 eine möglichst vollständige Übersicht der Wahlzettel der einzelnen Wahlbezirke zu erstellen, um Ihnen vorab einen Blick auf den Stimmzettel Ihres Wahlkreises zu ermöglichen.

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Im Wahllokal oder bei der Briefwahl - zwei Stimmen darf jeder Wahlberechtigte vergeben. Die Erst- und die Zweitstimme. Dabei hat die Zweitstimme mehr Gewicht.

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Einfach wählen gehen!

 

In leichter Sprache - die Bundestags•wahl 2017. Was man wissen muss zur Bundestags•wahl
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Wahlhilfe

 

Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017. Leitfaden zur Bundestagswahl für Assistenzkräfte
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Umfragen zur Bundestagswahl

Wenn am kommenden Sonntag der neue Bundestag gewählt würde...

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Spitzenkandidierende
der Parteien

Bei den etablierten Parteien steht bereits fest, dass sie zur Bundestagswahl am 24. September 2017 antreten. Sie haben bereits auch ihre Spitzenkandidierenden benannt.

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